WAZ/NRZ-Stadtteilausgabe 1.7.2016

Artenschutzprüfung für ehemalige PH beauftragt

Für das Gelände der alten Pädagogischen Hochschule ist eine Artenschutzprüfung in Auftrag gegeben worden. Hintergrund ist die Ankündigung rechtlicher Schritte durch die Essener Kreisgruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) .

Die Naturschützer vermuten schützenswerte Arten wie Fledermäuse auf dem Gelände, das die Düsseldorfer Gentes-Gruppe gekauft hat und zu einem Wohnquartier erschließen möchte . „Da die Gentes-Gruppe unverzüglich gehandelt hat, verzichten wir auf eine juristische Prüfung“, sagte Biologin und BUND-Mitglied Marie Rose Joos. Abgerissen werde bis zum Abschluss der Prüfung nur in „unkritischen“ Bereichen.

[Update 29.6.2016] Zur aktuellen Entwicklung an der alten PH:
Es wird jetzt eine Artenschutzprüfung durchgeführt. Bei den Arbeiten, die vorher schon durchgeführt werden, werden die Belange des Artenschutzes berücksichtigt.

WAZ/NRZ 28.6.2016
28. Juni 2016

Abriss stoppen

Am 4. Juli rücken die Abrissbagger an, um die Gebäude der alten Pädagogischen Hochschule und die Gewächshäuser des ehemaligen Botanischen Gartens einzuebnen.

Auf dem Gelände kommen allerdings Fledermäuse, Molche, Orchideen und Hornissen vor. Es wurde aber keine Artenschutzprüfung durchgeführt, die über geschützte Arten Auskunft geben und die Vorgehensweise, z.B. die Umsetzung der Hornissen durch einen Imker, festschreiben würde. Die Abrissgenehmigung ist offenbar schon erteilt worden.

Dazu unsere Pressemitteilung vom 27.6.2016

 

 

Wasserrahmenrichtlinie – theoretisch und praktisch am Kesselbach

Untersuchungsstandort an der Mündung des Kesselbachs in den Borbecker Mühlenbach (Nähe Margarethenhöhe) Foto: D. Schruck

Warum gibt man eigentlich Geld für die Renaturierung von Bächen und Flüssen aus?

Diese und andere Fragen rund um Fließgewässer und die Europäische Wasserrahmenrichtilinie (EU-WRRL) wurden am Samstag, den 4. Juni 2016 an der Mündung Kesselbach in den Borbecker Mühlenbach erörtert.


Mit großem Interesse verfolgten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des RUTE/BUND-Workshops zur EU-WRRL zunächst die Ausführungen von Nora Guttmann vom Wassernetz NRW, um dann mit Gummistiefeln, Kescher, Wasser-Schalen und Mess-Sonden in den Kessel- und Borbecker Mühlenbach zu steigen. Die Funde, die dort gemacht wurden, lösten großes Erstaunen aus und zeigten, dass sich Renaturierung lohnt! Schon nach wenigen Monaten hat sich die für ein Fließgewässer dieses Typs übliche wirbellose Tierwelt angesiedelt. Der Blick durch bis 40fach vergrößernde Stereolupen und die Betrachtung auf einem großen LED-Bildschirm löste großes Erstaunen bei den Amateurforschern aus ...

Der ganze Bericht mit vielen weiteren Bildern ist zu lesen auf:  http://www.umwelttisch.de/aktuelles/wasserrahmenrichtlinie-theoretisch-und-praktisch-am-kesselbach/

feierliche Pflanzung am 25.4.2016. (Auf's Bild klicken um zu vergrößern)

Baum des Jahres 2016: Winterlinde

Das Kuratorium der Dr. Silvius-Wodarz-Stiftung bestimmt jedes Jahr einen „Baum des Jahres“. Für 2016 wurde die Winterlinde zum Baum des Jahres gekürt

In einem Programmheft zum Internationalen Tag des Baumes wurde angekündigt:

"Anlässlich des „Internationalen Tag des Baumes 2016“ pflanzt Umweltdezernentin Simone Raskob in Anwesenheit der Presse eine Winterlinde, am Montag, den 25.April um 17.30 Uhr auf dem Hirschlandplatz – schräg gegenüber dem Eingang vom Deutschlandhaus."

Die eigentliche Pflanzung wurde bereits am 7.4.2016 von einer Gartenbaufirma durchgeführt.

Die junge Winterlinde und ihre Pflege für die ersten Jahre wird aus zweckgebundenen Spenden an den BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland)  finanziert.

Pflanzung durch eine Gartenbaufirma

Am 1.Mai des DGB mit dabei

Auf dem Ersten-Mai-Fest des DGB in Essen war der BUND Kreisverband Essen mit einem Infostand dabei.

Glaubwürdigkeit der "Grünen Hauptstadt" steht auf dem Spiel

zur Pressemitteilung auf das Bild klicken...

Die unendliche Geschichte. Schon bei der Aufstellung des regionalen Flächennutzungsplans (RFNP) in den Jahren 2007/2008 hat es heftige Diskussionen zu geplanten Bauflächen gegeben. Schon damals war klar, die Essener Bürger/innen wollen ihre Landschaft erhalten und keine weiteren Baugebiete auf der grünen Wiese. Im Januar 2015 flammte die Diskussion erneut auf, nachdem das Planungsamt, auch zur Überraschung der Politik, wieder eine Liste mit vielen kritischen Flächen für eine Bebauung veröffentlicht hat.

Und jetzt, wieder eine Diskussion ... Mehr dazu in einer neuen  Pressemitteilung

Nikolaus-Aktion der BUNDjugend am 5. Dezember

Samstag, den 5. Dezember gab es auf dem Hirschlandplatz und später auch auf der belebten Fußgängerzone Kettwiger Str. eine Nikolausaktion, um für ein starkes Klimaschutzabkommen zu demonstrieren. In weihnachtlicher Verkleidung sammelte die BUNDjugend die Wünsche der Passant*innen für die aktuelle Weltklimakonferenz in Paris und informierte über die Notwendigkeit der Verschärfung des Klimaziels von 2 auf 1,5 Grad, den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern und eine solidarische Verteilung der Kosten.

zum Lesen: Auf das Bild klicken

Wegen der schweren Schäden, die Orkan Ela in den Essener Wäldern angerichtet hat, wurden weitere vom Forstbetriebsplan (wäre bis 2020 gültig gewesen) vorgesehene Fällmaßnahmen nicht mehr durchgeführt. Vor der Aufstellung eines neuen Betriebsplans sollte in zwei ganztägigen Workshops der „Bürgerwille“ erfasst werden. Die Essener Forstverwaltung (Grün & Gruga) hatte dazu Vertreter von 54 Bürgerorganisationen eingeladen, darunter lediglich drei anerkannte Naturschutzverbände. Da im ersten Workshop am 29.4. der Naturschutz kaum zur Geltung kam neben der dominierenden Menge der Nutzungs-Interessenten, haben wir als „Wald-AG“ des Essener BUND uns zur Formulierung des folgenden Positionspapiers entschlossen. Bereitwillige Unterstützung kam erfreulicherweise von NABU und NAJU. Unsere Absicht, das Papier vor dem zweiten Workshop (24.10.) den Teilnehmern als Information und Diskussionsgrundlage zu schicken, bzw. andernfalls auch persönlich zu überreichen, wurde von den Veranstaltern des Workshops abgelehnt und war erst unmittelbar vor den Gruppen-Diskussionen möglich. Das erhoffte Verständnis für unsere Darstellung: „Erst wenn der Wald ausreichend geschützt ist, kann er auch genutzt werden!“ konnte somit auch im zweiten Workshop kaum erreicht werden.

Wald Positionspapier Essen 2015

Waldpositionspapier_BUND_NABU_NAJU.pdf

Waldpositionspapier BUND NABU NAJU