21. Februar 2016

Basisdemokratie contra Ökologie

Cornelia Fitger,Wald-AG, im BUND Essen


Demokratie ist eine wertvolle Errungenschaft der zivilisierten Menschheit, die in unserer modernen Gesellschaft niemand mehr aufgeben möchte.
Aber sie funktioniert am besten, wenn sie von Vertretern ausgeübt wird, die nach ihrer Eignung und ihren Fähigkeiten gewählt wurden. Die Basisdemokratie hat da ihre Schwächen, wo wissenschaftliche, in diesem Fall ökologische, Daten etwas anderes erfordern als das, was die an persönlichen Interessen ausgerichtete Mehrheit sich wünscht.
Mit diesem Dilemma haben wir im Naturschutz regelmäßig zu kämpfen und aktuell ein klassisches Beispiel, wie der Naturschutz im Allgemeinen dabei verliert:
Die „Waldfreunde Essen“, eine BI in Stadtwald, rufen zu „Aufräumen“ und Neupflanzen  an drei vom Orkan „Ela“ schwer geschädigten Waldflächen in ihrer Nachbarschaft auf. Damit haben sie sich gegen die ursprüngliche und ökologisch sinnvolle Absicht der Essener Forstverwaltung, die Beseitigung der „Ela-Schäden“ auf das Allernötigste zu beschränken, massiv gewehrt und letztlich durchgesetzt.
Die Motivation der BI ist offensichtlich: Es geht um den, in der Tat zunächst verstörenden, Anblick der herumliegenden Baumtrümmer, also um die Ästhetik. Wer jedoch nur ein etwas sensibles Auge für biologische Vorgänge hat, der wird mit Interesse verfolgen, wie die Natur selbst solche Zerstörungen „heilt“. Aber das braucht seine Zeit. Es geht dabei nicht um die „Turbo-Reparatur“  sondern um den Prozess der Selbstheilung.
Von Fachleuten empfohlen (nicht nur den Essener Förstern, die auch die Kosten im Auge haben) – von Nicht-Fachleuten abgelehnt!

Cornelia Fitger  21. 02. 2016 
Wald-AG, im BUND Essen



Broschüre als PDF (auf das Bild klicken)

25.4.2016: Vortrag zum Internationalen Tag des Baumes

Montag, den 25. April um 18 Uhr

eröffnet Umweltdezernentin Simone Raskob den

„Internationalen Tag des Baumes“ in der Volkshochschule, Burgplatz 1 im Großen Saal.

In einem reich bebilderten Vortrag hebt anschließend Arne Thun (Grün und Gruga) die besondere Bedeutung und den Schutzbedarf unserer Bäume hervor.

Musikalisch begleitet Hans Günther Weber (VHS/FMS)
die Veranstaltung am Flügel mit Klavierstücken von
John Sibelius „Cinq morceaux op.75“ (1914-1919).