BUND-Vorsitzender Hubert Weiger zum Weltklimatag

BUND Essen nimmt teil am Klimaaktionstag am 12. November in Essen

aus einer Pressemitteilung vom 6. November 2016

BUND-Vorsitzender Hubert Weiger:

"Das Inkrafttreten des Pariser Klimaschutzabkommens ist ein Grund zur Freude, aber nicht zum Jubeln, denn die Staaten der Welt stehen nun vor der enormen Herausforderung, die Erderwärmung tatsächlich unter 1,5 Grad zu halten. Auch in Deutschland fehlen notwendige Maßnahmen wie zum Beispiel ein Kohleausstiegsgesetz, um dieses Ziel zu erreichen. Es ist absolut unwürdig, wie einige Ministerien und das Kanzleramt versuchen, den Klimaschutzplan 2050 von Umweltministerin Barbara Hendricks zu schrumpfen. Es macht Deutschland unglaubwürdig, wenn wir auf internationaler Bühne Ja zu mehr Klimaschutz sagen, zuhause aber Kohlekraftwerke rund um die Uhr weiterlaufen und der Ausbau erneuerbarer Energien ausgebremst wird. Dass Frau Hendricks die Kohleverstromung zurückfahren will, ist notwendig und richtig. Im Klimaschutzplan 2050 muss konkret festgelegt werden, wie viele Emissionen zum Beispiel in der Landwirtschaft, im Verkehr und bei der Energieerzeugung bis wann eingespart werden müssen. Eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz hat der Stromsektor. Er muss seine CO2-Emissionen stärker reduzieren als andere Bereiche."

Der BUND Essen nimmt teil am Klimaaktionstag am 12. November:

Weltweiter Klimaaktionstag


Samstag, 12. November 2016,
12:30 Uhr, Porschekanzel, Essener City

 

Aufruf

Um die Rettung der Umwelt und des Weltklimas müssen wir uns selber kümmern!

Der Vertrag, der auf der UN-Weltklimakonferenz im Dezember 2015 in Paris geschlossen wurde, weckt viele Hoffnungen, wird der beschleunigten Verschärfung der Klimakrise aber in keiner Weise gerecht. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen hat sich die Erde bereits
um mindestens 1,2 Grad erwärmt. Die Art und Weise, in der heutigen Gesellschaft zu produzieren, zu konsumieren und zu leben, führt zu einem rücksichtslosen Raubbau an Mensch und Natur und einer Umweltzerstörung in globalem Ausmaß. Wir dürfen nicht erwarten, dass das Wissen um die Dringlichkeit bei den Verursachern und politisch Verantwortlichen zu praktischen Konsequenzen führt.

Deshalb fordern wir drastische Sofortmaßnahmen für den Klimaschutz:

• Sofortiger Ausstieg aus den fossilen Energien und konsequenter Umstieg auf erneuerbare Energien


• Ausstieg aus der Atomenergie – sofort

• Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs

• Umweltfreundliche und am Gemeinwohl orientierte Produktion

• Kreislaufwirtschaft statt Wegwerfproduktion

• Umstellung auf Klima und Umwelt schonende ökologische Anbaumethoden und artgerechte Tierhaltung

• Umweltbewusste Ernährung, v.a. Reduzierung des Fleischkonsums

• Für den Schutz und Erhalt der Artenvielfalt, Stopp der zerstörerischen Rodung der Regenwälder

• Verantwortung für Klimaflüchtlinge.

Reihen wir uns ein in die weltweite Bewegung für die Rettung der Umwelt und des Weltklimas

mit einer gemeinsamen Kundgebung um 12:30 Uhr an der Porschekanzel in der Essener City mit Dialoggesprächen und Infoständen Initiativgruppe Weltklimatag 2016
v.i.S.d.P.: Marie-Rose Joos, Johannastr. 49, 45130 Essen

 

 

Arbeit und Umwelt: Klimaschutz nicht für wirtschaftliche Probleme verantwortlich

Dass der EU-Emissionshandel inzwischen zu einer Geldmaschine für die energieintensive Industrie geworden ist, haben der BUND und die Umweltorganisation "Sandbag" in ihrer Anfang Februar 2013 veröffentlichten Studie "Der Klimagoldesel 2013" mit aktuellen Zahlen belegt.

Zum Aktionstag der Stahlarbeiter in Duisburg, der inzwischen am 11.4 stattfand (siehe z.B.: www.derwesten.de/.../stahlkocher-machen-mobil... ) hatte der BUND eine Pressemitteilung veröffentlicht:

Nach Ansicht von IG-Metall-Chef Jörg Hofmann soll sich die Bundesregierung stärker für die Jobs einsetzen. "Die Bundesregierung muss sich klar positionieren, wie sie die Arbeitsplätze sichern will", sagte Hofmann der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ/Samstag).

Sorge bereitet auch die in der EU geplante Neuregelung des Emissionshandels, durch die hohe Kostenbelastungen befürchtet werden. "Deutschland muss ein Treiber in Brüssel sein auch für effektivere Schutzmaßnahmen gegen Dumpingstrategien", forderte Hofmann in der "WAZ".

Stahlkocher machen mobil: "Es geht um unsere Arbeitsplätze" | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
www.derwesten.de/wirtschaft/stahlkocher-machen-mobil-es-geht-um-unsere-arbeitsplaetze-id11719017.html

Nach Ansicht von IG-Metall-Chef Jörg Hofmann soll sich die Bundesregierung stärker für die Jobs einsetzen. "Die Bundesregierung muss sich klar positionieren, wie sie die Arbeitsplätze sichern will", sagte Hofmann der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ/Samstag).

Sorge bereitet auch die in der EU geplante Neuregelung des Emissionshandels, durch die hohe Kostenbelastungen befürchtet werden. "Deutschland muss ein Treiber in Brüssel sein auch für effektivere Schutzmaßnahmen gegen Dumpingstrategien", forderte Hofmann in der "WAZ".

Stahlkocher machen mobil: "Es geht um unsere Arbeitsplätze" | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/wirtschaft/stahlkocher-machen-mobil-es-geht-um-unsere-arbeitsplaetze-id11719017.html #plx1367407153

"Es ist legitim, wenn Menschen auf die Straße gehen, weil sie um ihre Arbeitsplätze bangen. Scheinheilig ist es, dass die Stahl-Unternehmen für ihre wirtschaftlichen Probleme den Klimaschutz mitverantwortlich machen. Wie kaum ein anderer Industriezweig hat die Stahl-Branche vom Emissionshandel profitiert, weil dieser energieintensive Unternehmen stark begünstigt. Regierungen müssen sich dafür einsetzen, dass der Übergang in eine emissionsfreie Wirtschaft gelingt, anstatt sich von der Industrie vor den Karren spannen zu lassen", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.  Mehr...
( Ungerechtfertigte Mobilmachung der Stahl-Industrie gegen Emissionshandel. Auch ThyssenKrupp profitiert von CO2-Zertifikatehandel )

Gerade auch nach den Anschlägen hat sich der BUND bei den Verhandlungen in Paris dafür eingesetzt, die Klimaerwärmung zu stoppen und Klimafolgen wie wachsende Armut und globale Ungerechtigkeit abzubauen.

Mehr dazu:
www.bund.net/themen_und_projekte/klima_und_energie/internationale_klimapolitik/un_klimakonferenzen/