Sollte der Newsletter nicht richtig angezeigt werden, klicken Sie bitte hier.

border

Liebe Leserin, lieber Leser,

schon wieder was zu lesen! Die Redaktion freut sich dennoch, den zweiten „neuen“ Newsletter vorlegen zu können, ist dieser doch Ausdruck dessen, dass sich beim BUND Essen wieder was tut. Damit das mehr wird, sei hiermit erneut an unsere Befragung erinnert. Bitte beteiligen Sie sich.

Ein Newsletter lebt von seiner Verbreitung: Wenn er Ihnen gefällt, sagen Sie es weiter. Also: Anmelden!

Die Redaktion wiederum lebt von Rückmeldung ihrer Leserschaft. Was gefällt, was nicht? Lassen Sie uns Ihre Rückmeldung zukommen unter newsletter@bund-essen.de.

Herzliche Grüße
Ihre/Eure BUND-Kreisgruppe Essen

border
border
     
 
     
border
border

Neues auf der Website

Die verbandsübergreifende Fortbildungsreihe (BUND Essen, LNU, NABU Ruhr) "Stellung nehmen" endete mit dem vierten Teil "Stadtklima zwischen Klimawandel und urbanem Leben" erfolgreich, denn alle Teilnehmenden wollen dran bleiben!

Die Welt wird rot: Eine neuartige grafische Darstellung der durchschnittlichen Temperaturen, die das Thema Klimawandel visueller macht. Das Recherchezentrum Correctiv nimmt sich der Materie auf eigene Weise an. "... lesenswert": Hintergrundreportage zu Aktivitäten des Heartland-Instituts und der Klimaleugner-Vereinigung EIKE und die Story.

Jörg Brinkmann (ADFC Essen) hat sich seine Gedanken zur geplanten Fahrradstraße auf der Rüttenscheider Straße gemacht.

In der bunten Rubrik Unsere Tipps machen wir auf die Verbraucherinitiative dubisthierderchef.de/ aufmerksam. Nachhaltigkeit mal anders ...

Wege aus der Plastikkrise: Die deutsche Zivilgesellschaft fordert mit 15 Punkten ein entscheidendes Vorgehen von der Bundesregierung.

border
border

Der Monat in Essen

In Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit hat sich auch im Februar die - gemessen an den Erfordernissen der Zeit - bemerkenswerte Enge der Themen gehalten. Bleibend dominant sind die Verkehrsthemen mit der Verengung auf Radverkehr und eher kleine Stadträume: Exemplarisch dafür ist die durch viele Leserbriefe fortgesetzte Debatte um die geplante Veränderung der Verkehrsregelungen auf der Rüttenscheider Straße. Sehen Fahrradverbände hier nur eine „Fahrradstraße Light“ und durch den Verzicht auf einen Radweg erhebliche Defizite und wenig Aussicht auf eine wirkliche Verkehrswende, wittern Kaufmannschaft und einige Parteien den Untergang des Handels in Rüttenscheid. Die NRZ hat dem Thema eine ganze Seite gewidmet, auf der auch Jörg Brinkmann für den ADFC zu Worte kam. Sein Statement zur geplanten Fahrradstraße auf der Rü lesen Sie hier.

Dem Thema „Mobilitätswende“ in seiner besonders emotionalen Art haben sich Lokalpresse und Leserinnen in der Reaktion auf einen Vortrag von Oberbürgermeister Kufen angenommen. Den Ton gaben WAZ und NRZ in der Überschrift vor: „OB poltert gegen Kurz-Autofahrten“, während im Artikel selbst von „deutlichen Worten“ die Rede ist. So diente die Überschrift wohl eher als Grundlage zum Kommentar der Chefredakteurs der WAZ denn als Auftakt für eine zukunftsweisende Diskussion. Mehr zum Vorgang in Kürze auf unserer Website.

Wohltuend hebt sich dagegen die breit aufgestellte 1. Essener Klimakonferenz (Gemeinsam für Stadtwandel) ab. Initiativen und Verbände insbesondere aus dem Umwelt- und Verkehrsbereich haben sich präsentiert und ausgetauscht.
Am 16. Februar trafen sich etwa 35 Essener Klima- und Nachhaltigkeits-Initiativen zur 1. Essener Klimakonferenz in der Zeche Carl. Der Tag diente dem Austausch, Kennenlernen und Vernetzen der vielen Initiativen. Kurzpräsentationen auf der Bühne, und Table-Talk – Zeiten luden dazu ein an den zahlreichen Stehtischen ins Gespräch zu kommen. Die BUND-Kreisgruppe leitete darüber hinaus auch eines der Foren: "Was war, was ist, was sein soll: Wahlversprechen und Beschlüsse auf dem Prüfstand." Heinrich Strößenreuther, der Initiator der bundesweiten Initiative „German Zero“ war aus Berlin gekommen, um für sein interessantes Klimaprojekt zu werben. Auch Politik und Verwaltung ließen sich mit OB Kufen und Kai Lipsius von der grünen Hauptstadtagentur auf informelle Gespräche ein. Die Informationsflut war allerdings groß, so dass alle Beteiligten auf nachhaltige Wirkungen ihrer Arbeit hoffen.

Breit und als echte Graswurzelbewegung präsentiert sich auch der Werdener Ableger der Initiative "Gemeinsam für Stadtwandel - Werden". Ein junger Absolvent des Masterstudiengangs „Nachhaltigkeit“ in Oxford veranstaltete im Haus Fuhr eine sechsteilige Veranstaltungsreihe zum Klimawandel. Von den jeweils 100 Zuhörenden blieben ca. 40 Aktive, die das Gehörte in Werden in Taten umsetzen wollen. Es entstanden zahlreiche Arbeitsgemeinschaften: AG „Solar Werden“, AG „Stadteilkonferenz“, AG „Regionale Erzeuger“; AG „Wilde Gärten“, AG „Fahrradinitiative“ und zuletzt die von Stadtplaner Michael Happe initiierte AG „Verkehrsplanung“. Alle AGs freuen sich über weitere Verstärkung. Wer in einer der AGs mitarbeiten möchte, melde sich unter stadtwandel.werden@gmail.com.

Die Errichtung einer neuen Reitanlage in Byfang hat den NABU und eine örtliche CDU- Ratspolitikerin auf den Plan gerufen. Die Planung der auf der Fläche einer ehemaligen Baumschule errichteten Anlage begann bereits 2010, kam dann aber nach einem positiven Bauvorbescheid ins Stocken. Das Vorhaben soll nun offenbar in 2020 abgeschlossen werden. Kritik entzündet sich zum einen am massiven Erscheinungsbild, zum anderen daran, dass ein unmittelbar benachbartes Vorkommen des seltenen Steinkauzes nicht Gegenstand des Genehmigungsverfahrens war und eine erhebliche Beeinträchtigung durch den Verlust von Nahrungsflächen des Kauzes befürchtet wird. Außerdem stellt sich die Frage, inwieweit es sich bei einer solchen Anlage um Landwirtschaft handelt und nicht offen von Gewerbe gesprochen wird. Auf unserer Website gehen wir dem Sachverhalt genauer nach, als im Newsletter möglich.

Januar und Februar eines jeden Jahres ist Rodungszeit. So haben sich die Meldungen über Rodungen gehäuft. Ganz vorne mit dabei die für den Umbau der Gewässer im nördlichen Stadtgebiet (Katernberger Bach, Stoppenberger Bach, Pausmühlenbach) und für anstehende Baumaßnahmen der Stadt (z. B. Radweg Frankenstraße, Sternschule). Gut, dass es auch Meldungen über Neupflanzungen gibt. So werden im Kruppgürtel absehbar 11.000 Bäume gepflanzt. Leider ist das in der Regel nicht der Ersatz für die im dicht besiedelten Bereich verloren gehenden Einzelbäume an Straßen und in Gärten. Die Kreisgruppe beobachtet die angekündigten Rodungen kritisch, stellt sich aber nicht gegen Rodungen allgemein und vor jeden Einzelbaum.

Anmerkung: Da die weitaus meisten (auch sehr kurzen) Artikel in NRZ und WAZ hinter einer Bezahlschranke liegen, verzichten wir auf Links zu Artikeln. Das Pressearchiv der BUND-Kreisgruppe steht aber auf Nachfrage bei den Plena zur Einsichtnahme offen.

border
border

Heruntergebrochen

Insektenschutz war das Trendthema in 2018, ist zwischenzeitlich jedoch vom Klimaschutz abgelöst. Das Artensterben bleibt aber eines der zentralen Themen auch im urbanen Umfeld. Das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ hat nunmehr den Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ ausgelobt. Beteiligen können sich Kommunen und Kreise, dabei sind Kooperationen mit der Zivilgesellschaft ausdrücklich erwünscht. Eine Jury wählt die 40 besten Projektideen aus, die im November 2020 in Berlin als "Zukunftsprojekte" ausgezeichnet und jeweils mit 25.000 Euro prämiert werden sollen. Da sich die Politik bei den letzten Haushaltsberatungen zwar für zahlreiche neue Stellen im Ordnungsbereich erwärmen konnte, nicht aber für zwei beantragte Stellen zum Artenschutz, bestehen hier für Initiativen die Möglichkeit, sich neu und konstruktiv einzubringen.

Einen ersten Aufschlag für zivilgesellschaftliches Engagement hat der Beirat bei der Unteren Naturschutzbehörde auf Anregung des BUND (AG Wasser) mit der Einsetzung einer dauerhaften Arbeitsgruppe zum Artenschutz und einer Anfrage zu Konzepten für die Gewässerentwicklung gemacht, in der auch Vertreter der Nutzerseite vertreten sind. Stellt sich nun die Frage, ob die Stadtverwaltung in der Lage ist, über ihren Schatten zu springen und durch eine neue Prioritätensetzung auch ohne Personalzuwachs Artenschutzmaßnahmen konzeptionell so zu entwickeln, dass sie in die Wettbewerbskulissen passen würden.

Wer Interesse hat, sich an der Entwicklung von Ideen für dieses Vorgehen zu beteiligen, wende sich beim BUND vorläufig an die AG Wasser.

border
border

Termine

27. - 28.03.2020: Transformation der Stadt, Tagung zur Stadtnatur (in Köln)

28. - 29.03.2020: Veggienale (in Münster)

02.04.2020: AG Zero Waste (Gruppentreffen)

14.04.2020: AG Wasser (Gruppentreffen)

16.04.2020: BUND-Essen Plenum Quartal II

alle Termine

border
border

Aufgelesen

Der Startpunkt ist schon verpasst: die beiden großen Kirchen stellen sich den Anforderungen an einen durchaus nicht asketisch gemeinten Lebenswandel und rufen zum Klimafasten auf. Eine schöne Website der Evangelischen Kirche gibt Wochenthemen und vielfältige Materialien - keineswegs nur für die Fastenzeit.

Auch in diesem Jahr wird die Stadt Essen wieder Projekte des bürgerlichen Engagements finanziell unterstützen. Gefördert werden Maßnahmen zum Beispiel zu Mobilität, Umweltbildung, Biodiversität, Ressourcenverbrauch (diesjähriger Schwerpunkt) und vieles mehr. Je Projekt stehen bis zu 1.000 Euro zur Verfügung, eines Eigenanteils bedarf es nicht. Anträge können ab sofort online unter www.essen.de/gha gestellt werden.

Der Kies muss weg“: Begleitend zum neuen Themenratgeber (Leseprobe) bietet der Ulmer Verlag eine Postkarte zum Download an. „5 steinharte Kontra-Argumente auf einen Blick“, die ausgedruckt auch ihren Weg in die Briefkästen begeisterter Steinwüstenbesitzer und besserwisserischer Nachbarn finden sollen. Ein Gedanke dazu: Bücher muss man nicht am Amazonas kaufen! Die örtlichen Buchhändler freuen sich viel mehr über Ihren Besuch und die Stadtbücherei ist eine der ältesten Institutionen des Sharing-Gedankens überhaupt.

Mit der Bedeutung von Naturschutz im rechtsradikalen Kosmos beschäftigt sich die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) der Naturfreunde. Sehr lesenswerte Beiträge gibt es hier. Ein Interview mit Lukas Nicolaisen gibt es hier.

In Ergänzung dazu sei auf die Jenaer Erklärung hingewiesen. Darin weist die Deutsche Zoologische Gesellschaft anlässlich ihrer 112. Jahrestagung nach, dass das Konzept von Menschenrassen nicht mit den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Biologie erklärbar ist. Vielmehr sei es so, dass erst der Rassismus „Menschenrassen“ erfunden hat.

Jede/r hat seine Tage: Die Nase ist Fisch des Jahres, der Maulwurf Tier des Jahres, der Borstgrasrasen die Pflanzengesellschaft des Jahres, die Turteltaube Vogel des Jahres, das Breitblättrige Knabenkraut wurde zur Orchidee des Jahres gekürt, der Grüne Zipfelfalter zum Schmetterling des Jahres. Und auch der Boden hat seinen Repräsentanten: der Wattboden wurde als einzigartiger Lebensraum zum Boden des Jahres bestimmt. Das reicht nicht? Der NABU hat eine umfassende Liste der „Jahreswesen“ erstellt.

Ach ja: am 22. März 2020 ist Tag des Wassers, worauf unsere AG Wasser aufmerksam macht.

border