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Liebe Leser*innen,

Corona hat auch bei der BUND-Kreisgruppe Essen und in der Redaktion von Website und Newsletter vieles durcheinandergewirbelt. Die Pandemie trifft uns in einem Zeitraum, in dem wir uns in einer Aufbruchphase befinden und zahlreiche Aktivitäten neu angestoßen werden sollten.

Dennoch haben viele Aktivitäten seit dem Frühjahr stattgefunden: In Kleingruppen, in Gärten und per Video haben wir uns mit den Arbeitsgruppen getroffen und eben nichts einschlafen lassen.

Wir haben uns angesichts der Lage in diesem Jahr gegen den monatlichen Newsletter entschieden. Jetzt freuen wir uns aber, in dieser Ausgabe wieder über unsere Aktivitäten berichten zu können und Sie neugierig zu machen – neugierig auf Möglichkeiten des eigenen Mitwirkens.

Bleiben Sie uns gewogen – bleibt gesund und bringt euch ein, wo immer es möglich ist.

PS: Ein Newsletter lebt von seiner Verbreitung: Wenn er Ihnen gefällt, sagen Sie es weiter. Also: Anmelden! Die Redaktion wiederum lebt von Rückmeldung ihrer Leserschaft. Was gefällt, was nicht? Lassen Sie uns Ihre Rückmeldung zukommen unter newsletter@bund-essen.de.

Herzliche Grüße
Ihre/Eure BUND-Kreisgruppe Essen

 
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Neues aus der Kreisgruppe und auf der Webseite

Die AG Wasser hat in den letzten Monaten in viele Richtungen gearbeitet:

  • Es gab Gewässerschauen an der Berne, am Wolfsbach (große Kanalbaumaßnahme der Stadtwerke) und im Schellenberger Wald. Zwei weitere Exkursionen werden im Winter die „Kulturlandschaft unteres Deilbachtal“ und den Hesperbach in Augenschein nehmen.
  • Die höchst unbefriedigende Antwort der Verwaltung zum Umsetzungstand zahlreicher seit vielen Jahren vorliegender Gewässerentwicklungskonzepte wurde in einem Gespräch mit der Umweltdezernentin und der Umweltamtsleiterin hinterfragt. Zugesagt wurde im Ergebnis ein schriftlicher Sachstandsbericht in der ersten Sitzung des Umweltausschusses 2021. Außerdem wird die AG Wasser die bislang nicht öffentlichen Konzepte erhalten, um damit zu arbeiten und konstruktive Vorschläge machen zu können.
  • Am Deilbach ist in Zusammenhang mit einer umfangreichen Renaturierungsmaßnahme beiderseits der Stadtgrenze eine CleanUp-Aktion gemeinsam mit dem NABU Velbert in Planung. Die Aktion musste leider wegen Corona und anderweitiger Verpflichtungen auf den Winter verschoben werden.
  • Unser Anschreiben an Straßen.NRW und die Bezirksvertretung VIII bezüglich der Sanierung der Straßendecke der Nierenhofer Straße wurde leider nicht beantwortet. Die AG wird einen neuen Anlauf machen. In unserem Vorschlag wird die Sanierungsmaßnahme mit dem Bau eines lange geplanten Radweges am Bach und einer naturnahen Umgestaltung auch auf Essener Stadtgebiet verknüpft.
  • Der Stand der Schadstoffbelastung in den Essener Gewässern wurde anhand tausender öffentlich zugänglicher Chemie-Daten hinterfragt. Ergebnis: im Großen und Ganzen eher wenig Auffälligkeiten, aber auch im Hesperbach erhebliche Grenzwertüberschreitungen mit Diclofenac, einem weit verbreiteten Arzneistoff (u.a. Voltaren), für das starke Auswirkungen auf die Fauna (insbesondere Fische) belegt sind. „Kleiner Nutzen für Patienten, großer Schaden für die Umwelt“ schreibt die Apothekerzeitung. Und sowieso: Medikamente gehören nicht ins Klo (mehr Infos gibt´s hier: Essen macht`s klar)!

Die neue AG Artenschutz hat in ihren bislang vier sommerlichen Treffen einen umfangreichen Katalog prioritärer Themen aufgestellt:

  • Aktivitätsschwerpunkte sind derzeit die Pflege unserer Wildwiesen in Altenessen und die insektenfreundlichere Pflege von nicht mehr benötigten Friedhofsflächen. Zu den Friedhöfen steht ein Termin mit Grün und Gruga Essen (GGE) im November an.
  • Als eine Grundlage naturnaher Freianlagenpflege wurde ein Sensenkurs in Burgaltendorf durchgeführt, der 2021 fortgesetzt wird. Die Fläche, eine sehr schöne Obstwiese, hat uns die Stadt Essen freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Die Sensengruppe hat inzwischen zwei Sensen gekauft; eine Kursteilnehmerin hat uns für eine weitere Aktion drei Sensen geliehen. Die Sensenmenschen des BUND können im nächsten Jahr in der ganzen Stadt tätig werden.
  • In einem Gespräch mit dem Allbau-Vorstand war ein Thema unter anderen die Möglichkeit, die Belange von gebäudebewohnenden Arten (wie Vögeln und Fledermäusen) noch besser zu berücksichtigen. Der Allbau geht seit einigen Jahren mit positivem Beispiel voran, unter anderem durch die Installation von Mauerseglerkästen bei energetischen Sanierungen. Dies soll besser publik gemacht werden und damit auch gegenüber anderen Baugesellschaften und Entwickler*innen Wirkung entfalten. Konkret vorgesehen ist eine gemeinsame Erklärung von BUND und Allbau zum gebäudebezogenen Artenschutz. Bei zwei weiteren Wohnungsunternehmen gibt es das Interesse, mit der BUND-Kreisgruppe zum gleichen Thema ins Gespräch zu kommen.
  • Initiativ werden wird die AG in Sachen Gebäudebrüter in Kürze auch gegenüber den Bezirksvertretungen, die sich im November neu konstituieren. Diesen Gremien sollen einige konkrete Fragen an die Hand gegeben werden, die hoffentlich kritische Nachfragen bei der Präsentation von städtebaulichen Vorhaben zur Folge haben werden.
  • Viel Spaß hatten die Teilnehmer*innen an unserer ersten Krautschau in Altenessen. Dieses niedrigschwellige Angebot soll in 2021 gleich mehrere Nachfolger in anderen Stadtteilen finden – wer macht mit?
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Die verbandsübergreifende und vom BUND Essen initiierte AG „Stellung nehmen“ hat ihre Fortbildungsreihe erfolgreich abgeschlossen und zu ersten Verfahren Stellungnahmen abgegeben (Bebauungsplan "Im Mühlenbruch", Amprion-Freileitung) und bereitet derzeit weitere Stellungnahmen vor.

Auf die Website haben daher in den letzten sechs Monaten viele neue Inhalte ihren Weg gefunden. Schaut doch mal rein!

„Aufatmen“ im Essener Norden: Die BUND-Kreisgruppe Essen hatte sich mit vielfältigen fachlichen und verfahrenstechnischen Informationen gegen die Wieder-Inbetriebnahme der Sondermüll-Verbrennungsanlage im Essener Stadthafen gewandt. Auf einen großen Artikel in der WAZ, in der die BUND-Position dargelegt wurde, antworteten die Betreiber ebenfalls in der Presse. Der Kampf hat ein glückliches Ende gefunden: Am 04. August zog der größere Partner des Betreiberkonsortiums, die Fa. Lobbe, zurück. Wir freuen uns: „Keine energetische Verwertungsanlage (EVA) in Borbeck!“

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Das steht an: beachten, mitmachen, mithelfen

Umzug Verkehrs- und Umweltzentrum – Aufbruch in neue Räume

Die Räumlichkeiten des Verkehrs- und Umweltzentrum (VUZ) in der Kopstadtplatz-Passage sind gerade in Corona-Zeiten kaum noch für Gruppen zu nutzen (zu klein) und zudem in einem wenig ansprechenden Zustand. Daher wurden Verhandlungen mit dem ALLBAU geführt, unmittelbar angrenzend ausreichend große Räumlichkeiten anzumieten. Die Verhandlungen sind zwischenzeitlich abgeschlossen und der neue Mietvertrag ist unterzeichnet. Die neuen Räumlichkeiten schließen unmittelbar an die Fußgängerzone an und geben allen derzeitigen und einigen neuen Mieter*innen den Platz für weitergehende Aktivitäten. Helfende Hände für den Umzug, der in den nächsten Tagen beginnt, und finanzielle Beiträge zum Unterhalt des Zentrums sind herzlich willkommen. Lasst uns das neue Zentrum als Anlass nutzen, einen Aufschwung für den Umweltschutz in Essen zu initiieren.

Im neuen Zentrum werden nach derzeitigem Stand folgende Gruppen vertreten sein: BUND, ADFC, VCD, Mobilitätswerkstatt und Ernährungsrat. Fuß e.V. und der Runde Umwelttisch werden weitere Nutzer sein.

Wir danken den freundlichen Mitarbeiter*innen des ALLBAU sowie ALLBAU-Vorstand Herrn Miklikowski und Bürgermeister Rolf Fliß, der uns den Termin mit dem ALLBAU-Vorstand vermittelt hat.

Jahresmitgliederversammlung / Vorstandswahl

Beim Plenum im September 2020 wurde der Vorstandbeschluss, die nächste Jahresmitgliederversammlung ins nächste Frühjahr oder später zu verschieben, kritisch hinterfragt und letztlich zugunsten einer zeitnahen Versammlung revidiert. Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurden Räumlichkeiten für eine Versammlung im Januar organisiert und eine Hygienekonzept abgestimmt, wohl wissend, dass der Termin jederzeit coronabedingt (gemäß Corona-Schutzverordnung) hätte abgesagt werden müssen - doch das gilt letztlich für jeden Termin im nächsten Jahr, denn Corona wird uns noch lange beschäftigen. Der Vorstand hat sich im Nachgang dazu erneut mit dem Thema beschäftigt und folgendes beschlossen: „Aufgrund der aktuellen Corona-Situation hat der Vorstand beschlossen, in diesem Jahr keine Mitgliederversammlung durchzuführen. Als Maßnahme zur Gesundheitsvorsorge und in Verantwortung für die Gesundheit der Mitglieder war diese Entscheidung notwendig.“

KlimaEntscheid – Aufbruch in die Zukunft

Mit einem kassierenden Bürger*innenbegehren will die Initiative KlimaEntscheid Essen den Ratsbeschluss vom 26. August 2020 (Klimaneutralität bis 2050) aufheben und den Rat dazu bewegen, die Klimaziele der Stadt Essen an die Realität anzupassen und einen Maßnahmenplan für Klimaneutralität bis 2030 zu erarbeiten. Die gesetzlichen Regelungen lassen dafür nur einen sehr kurzen Zeitraum zu: Binnen zehn Wochen ab dem offiziellen Start der Unterschriftensammlung müssen über 15.000 Unterschriften gesammelt werden! Alle Umweltbewegten in Essen sollten sich auf diesen immensen Aufwand vorbereiten.

Volksinitiative Artenvielfalt

Weniger zeitkritisch ist die Sammlung von Unterschriften für die von BUND, NABU und LNU, den drei gesetzlich anerkannten Naturschutzverbänden in NRW, getragene „Volksinitiative Artenvielfalt“. Vor drei Jahren war Insektenschutz in aller Munde und auch wenn Corona und andere Themen den Artenschutz etwas verdrängt haben, wird dieser nicht weniger bedeutsam.

Ladet die Unterschriftenlisten mit den konkreten Forderungen herunter und schickt die ausgefüllten Listen an: BUND Essen, c/o. Martin Kaiser, Kopstadtplatz 12, 45127 Essen. Wichtig: Auf den Unterschriftenblättern dürfen immer nur Menschen aus der gleichen Stadt unterzeichnen! Daher druckt die Listen aus und lasst Verwandte, Freund*innen, Nachbar*innen und Arbeitskolleg*innen unterschreiben.

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Aufgelesen

… wird es an dieser Stelle leider erst wieder im nächsten Newsletter geben.

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