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BUND-Kreisgruppe Essen

„Wir haben es satt“ - Demofahrt 2020 - Nachbericht

26. Januar 2020

Für eine bäuerlich-ökologische Landwirtschaft, artgerechte Tierhaltung, für insektenfreundliche Landschaften und globale Solidarität

 (Martin Kaiser)

Für die 18 Teilnehmer*innen aus dem Ruhrgebiet, die das Angebot der Kreisgruppe Essen für eine gemeinsame Bahnfahrt nach Berlin wahrnahmen, war klar: Wir brauchen eine Agrarwende dringender denn je! Der Weltagrarbericht formuliert als neues Paradigma der Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts: Kleinbäuerliche, arbeitsintensivere und auf Vielfalt ausgerichtete Strukturen sind die Garanten einer sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Lebensmittelversorgung durch widerstandsfähige Anbau- und Verteilungssysteme in Deutschland und der Welt. Damit setzten sich die Teilnehmenden inhaltlich deutlich von den Bauern ab, die mit immer mehr Pestiziden, Gentechnik und industriellen Optimierungen natürliche Lebensgrundlagen belasten und dabei immer noch auf weitere Fördergelder der EU hoffen können. Demonstriert wurde für eine andere Förderung der kleinen und mittelständischen Bäuerinnen und Bauern, die mit 170 Traktoren eindrucksvoll der Demonstration voranfuhren und dem Bauernverband und der Landwirtschaftsministerin damit die rote Karte für eine verfehlte Agrarpolitik zeigten. Die Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner dozierte zeitgleich auf der „Grünen Messe“, dass die Verbraucher*innen es mit ihrem Einkaufsverhalten alleine richten sollten. Kann ein Politikversagen größer ausfallen? Die 18 Teilnehmenden nahmen jedenfalls den Schwung und die hoffnungsvolle Atmosphäre mit nach Hause und zeigten, dass der Protest von Gleichgesinnten, bunt kreativ und trotz der ernsten Lage auch humorvoll sein kann. Fotos und Eindrücke von „Wir haben es satt“ sehen Sie hier.

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