Typisch für unsere Region sind sogenannte Glatthafer-Fettwiesen. Diese sind jedoch nicht zu verwechseln mit den völlig überdüngten „Grasäckern“, die heute den Hauptanteil der landwirtschaftlichen Wiesen bilden. Ohne zusätzliche Düngung und bei richtiger Pflege können Wiesen auch im Ruhrgebiet bunt und artenreich sein und dadurch zahlreichen Insektenarten Nahrung und Lebensraum bieten. Zur richtigen Pflege gehört eine zweischürige Mahd im Jahr, die entweder mit einem Balkenmäher, im allerbesten Fall aber zeitlich gestaffelt mit der Sense stattfindet. Das Mahdgut muss zwingend abgeräumt werden und darf nicht auf der Fläche liegen bleiben, da es sonst neue Keimlinge „erstickt“. Vielleicht findet sich ja sogar eine Möglichkeit, das Heu an Tiere zu verfüttern – schließlich ist die Heugewinnung der ursprüngliche Sinn und Zweck von Wiesen.