Am Samstag, dem 09. Juni besuchten Vertreter*innen der BV I (Stadtmitte, Frillendorf, Huttrop) die Blühflächen auf dem Terrassenfriedhof und informierten sich vor Ort über Möglichkeiten von Flächenaufwertungen mittels Pflegeumstellungen sowie Neuansaat von Blühflächen. Dass es dabei nicht zu (aufwendigen und teuren) Bodenabtrag und Sandungen unserer fetten Böden in Essen kommen muss, konnten die Mitglieder der AG Artenschutz schnell anhand der blühenden Modellflächen erläutern. (Unsere Empfehlungen für die Entwicklung neuer Wildwiesen in Essen finden Sie hier). Meist reicht eine Pflegeumstellung von der häufigen Mulchmahd zu einer zweischürigen Mahd mit dem Balkenmäher. Voraussetzung dafür sind die Umstellung des Maschinenparks, angepasste Pflegepläne und auf jeden Fall das Abziehen der Mahd von den Flächen. Hier hat sich die Stadt Essen mit dem ausführenden Amt (Grün & Gruga) auf den Weg gemacht und pflegt demnächst knapp 27 Hektar in dieser Art und Weise. Der BUND berät im gemeinsamen Arbeitskreis „Biodivers“ und möchte gerne auch die Bezirksvertretungen mit ins Boot holen. Dazu war mit Bezirkbürgermeister Peter Valerius, der stellvertretenden Bürgermeisterin Marion Buschkönig und Bezirksvertreter Falk Itzerodt am 09. Juni reichlich Gelegenheit. In lockerer Atmosphäre war man über die Blühwiesen hinaus schnell im Gespräch auch über weitere stadtentwicklungspolitische Themen. Auch die Bedeutung unser Friedhöfe über ihre zentrale Aufgabe hinaus für unsere Biodiversität, ihren Erholungswert und ihre kulturhistorische Architektur und Geschichte wurde deutlich und erfahrbar. Gerade der letzte Punkt gerät mit undifferenzierten Aufforstungsmaßnahmen auf unseren Friedhöfen im Zuge von Ausgleichsmaßnahmen nach Meinung des BUND in Gefahr.
Die eineinhalb Stunden waren schnell vorbei. Die Bezirksvertreter*innen und der BUND waren sich einig den Austausch weiter pflegen zu wollen und ein praktisches Engagement des BUND auch im Bezirk zu ermöglichen. Der BUND steht für Rückfragen zur Verfügung und lädt nach Rücksprache auch gerne die Vertreter*innen unserer anderen Bezirksvertretungen in Essen auf die Modellflächen ein.
Kontakt: martin.kaiser(at)bund-essen.de