Förderung der Artenvielfalt in der Margarethe Krupp-Siedlung Essen

20. März 2026

Die Margarethe Krupp-Stiftung setzt gemeinsam mit den Naturschutzverbänden BUND KG Essen, NABU Regionalverband Ruhr e. V. und NaturGarten e. V. weitere konkrete Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt in der Margarethe Krupp-Siedlung in Essen um...

Zusammenarbeit für mehr Biodiversität nimmt Fahrt auf

Die Kooperation, die im Herbst 2024 mit der Anlage von Blühwiesen begann, wird im Jahr 2026 deutlich ausgeweitet. Bereits Anfang März errichtete die BUND-Kreisgruppe Essen den ersten großen Wildbienenstand an der Blühwiese an der Sommerburgstraße.

„Angst vor Wildbienen muss man nicht haben“, erklärt Wildbienenexpertin Sabine Senkel. Wildbienen gelten als besonders friedlich, da sie keinen Bienenstock verteidigen müssen. Die integrierten Nisthilfen bieten zahlreichen oberirdisch brütenden Wildbienenarten eine geeignete Nistmöglichkeit.

Wildbienen-Nisthilfen für Haushalte in der Siedlung

Neben zentralen Maßnahmen setzt die Margarethe Krupp-Stiftung auch auf dezentrale Lösungen. Ziel ist es, den Artenschutz direkt in die Gärten der Bewohner zu bringen.

Ab dem 24. März stehen insgesamt 200 fachgerecht gefertigte Wildbienen-Nisthilfen für einen gesponserten Beitrag von 5,00 € pro Haushalt zur Verfügung. Diese können von Mieterinnen und Mietern der Margarethe Krupp-Siedlung gegen Vorlage des Personalausweises am Empfang der Stiftung in der Altenau 2 abgeholt werden.

Inhalt der Wildbienen-Häuschen

Jede Nisthilfe enthält:

  • ein Samentütchen für 1 m² einheimische Blühpflanzen
  • eine Anleitung zur richtigen Aufhängung
  • eine informative Broschüre zum Thema Wildbienen

Mit diesem Angebot möchte die Stiftung gemeinsam mit den Naturschutzverbänden weitere Impulse im Vorfeld der Internationalen Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 (IGA 2027) setzen.

Ausstellung „Naturgarten“ in Essen

Vom 13. März bis zum 22. April präsentiert die Margarethe Krupp-Stiftung gemeinsam mit dem NaturGarten e. V. eine Ausstellung zum Thema „Naturgarten“ im Foyer ihres Verwaltungsgebäudes in der Altenau 2.

Die Ausstellung bietet umfassende Informationen zur naturnahen Gartengestaltung und richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Besucher haben während der Öffnungszeiten die Möglichkeit, sich inspirieren zu lassen und gleichzeitig ihre Wildbienen-Nisthilfe abzuholen.

Weitere Blühwiesen in Planung

Im Jahr 2026 wird die Umwandlung weiterer Rasenflächen in artenreiche Blühwiesen vorangetrieben. Die positiven Ergebnisse der bestehenden Blühwiesen an der Borkumstraße aus dem Jahr 2025 haben diesen Schritt maßgeblich unterstützt.

Geplante Maßnahmen umfassen:

  • neue Blühflächen am Helgolandring
  • Umgestaltung der Fläche an der Sommerburgstraße 237

Nachhaltige Pflege der Blühwiesen

Ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg ist die extensive Pflege der Flächen. Diese erfolgt zweimal jährlich durch den NABU Regionalverband Ruhr e. V. mit einem insektenschonenden Balkenmäher.

Dabei wird das Mahdgut:

  • in Reihen (Schwaden) abgelegt
  • aufgenommen und abtransportiert
  • möglichst weiterverwertet, z. B. als Heu für Tierhalter

Dieses Vorgehen trägt nicht nur zum Schutz von Insekten und Boden bei, sondern vermeidet auch unnötigen Grünabfall.

Entwicklung naturnaher Wiesen

Die Blühwiesen unterliegen einer natürlichen Entwicklung. Im Jahresverlauf kann sich ihr Erscheinungsbild verändern.

„Die Wiesen sehen zeitweise auch unordentlich aus und verändern sich über die Jahre“, erläutert Martin Kaiser vom BUND. Dennoch bleiben sie ökologisch wertvoll und bieten Lebensraum für zahlreiche Arten.

Weitere Naturschutzprojekte in Planung

Neben den aktuellen Maßnahmen sind weitere Projekte vorgesehen, darunter:

  • Förderung von Gebäudebrütern wie Schwalben, Mauerseglern und Haussperlingen
  • ein Bildungsprojekt in Kooperation mit der Schule an der Waldlehne

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> Flächenplanungen 2026

> Gemeinsame Pressemeldung der Verbände

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