BUND-Kreisgruppe Essen

Graureiher

Heute gehören Graureiher zum Alltag, selbst in der Stadt

Der Graureiher ist die einzige Reiherart, die in unserer Region heimisch ist. Der elegante Vogel, der früher Fischreiher genannt wurde, jagt wie alle Reiher sehr effektiv kleine Fische, Frösche und Mäuse: Voller Spannung, aber bewegungslos lauern –> scharf beobachten –> blitzschnell zustoßen, das ist seine Technik.

Ungefähr 100 Jahre lang wurde er als Fischräuber stark verfolgt, sodass er in den 1960er Jahren sehr selten war. Nachdem man erkannt hatte, dass man eigentlich nur die Jungfische durch Netze über den Teichen vor ihm schützen muss, konnte sich die Art in den 1970er Jahren erholen. Danach eroberte der Graureiher stetig alle Gewässer, selbst Abwasserrinnen der Emscher, als Lebensraum. Er ist heute nicht mehr scheu und auch in den Städten wie Essen regelmäßig anzutreffen

Allerdings schließen sich die Vögel noch selten zu größeren Gruppen zusammen, wie es in Gegenden mit zahlreichen Seen oder an den Ruhrauen bei Mülheim der Fall ist. Dann brüten viele Reiher in einem Baum, der durch den scharfen Kot der Tiere nach und nach abstirbt. Aber auch das ist kein Grund zum Einschreiten: Der abgestorbene Baum kann noch viele Jahrzehnte stehen bleiben und als Horstbaum dienen. Vertreibt man die Reiher dagegen, verteilen sie sich auf verschiedene Bäume, sodass die Schäden am Ende größer sind als vorher.

An diesem Beispiel zeigt sich: Etwas mehr Gelassenheit im Umgang mit vermeintlichen Schädlingen ist oft sehr hilfreich

 

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