BUND-Kreisgruppe Essen

Nashornkäfer im Stadtwald

 (Marie-Rose Joos)

Auf der Wittenbergstraße in Höhe des Pferdehofes fand ich im Juni einen sterbenden Nashornkäfer, erkennbar an den fuchsroten Haaren auf der Unterseite und an den Beinen. Das typische Horn war leider abgebrochen. Allein aufgrund seiner Größe von 4 cm beeindruckt dieser Käfer. Ursprünglich entwickelten sich die Larven in Eichenlohe und Holzmulm in Baumhöhlungen. Diese Substrate sind zwar sehr selten geworden und viele darauf spezialisierte Arten sind stark gefährdet, aber diese Art konnte sich anpassen, sodass man sie heute in Kompost und Sägespänen findet. Hauptsache, es stehen genügend Zellulosefasern zur Verfügung. Im Labor hat man die Larven auch ausschließlich mit Filterpapier ernährt. Die Larven enthalten in einer Kaverne symbiontische Bakterien, die die Zellulose verdauen können. Die Larven leben vom Überschuss an Symbionten.
Durch die evolutionäre Anpassung an neue Nahrungsgrundlagen konnte diese Art ihren Bestand erhalten: Sie ist heute geschützt, aber nicht gefährdet.

Darüber hinaus findet man viele interessante Informationen zu dieser Art auf Wikipedia.

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