BUND-Kreisgruppe Essen

Schwebfliege

Sonnenschwebfliege

Im September fliegen noch wespenähnliche Insekten, die aber zu den Fliegen gehören und als fertige Insekten Blüten besuchen.

Schwebfliegen ähneln mit ihrer oft gelb-schwarzen Zeichnung auf den ersten Blick Wespen, sind aber völlig wehrlos, denn sie haben keinen Stachel. Für die Schwebfliege bedeutet die Zehntelsekunde Zögern des jagenden Vogels aber die Chance zu entkommen: Man nennt diese evolutionäre Strategie der Täuschung „Mimikry“.

Auf dem Foto erkennt man, dass die Schwebfliege nur 2 Flügel hat. Wenn sie nicht gerade wie hier auf Korbblütlern mit ihrem Tupfrüssel Nektar und Pollen aufnimmt, steht und schwebt sie gern vor Blüten, daher der Name. Sie ist ein Bestäuber, wobei sie nur solche Blüten aufsucht, die die Nahrung offen anbieten. Manche Pflanzen werden sogar ausschließlich von Schwebfliegen befruchtet.

Alle Schwebfliegen, unabhängig von der Farbe und der Lebensweise der Larven, sind wichtige Bestäuber, vor allem für Blüten, die sich offen darbieten wie die Doldenblütler, wozu z.B. die Möhre gehört.

Doch das ist nicht der einzige „Nutzen“ der Schwebfliegen: Die meisten der gelb-schwarzen leben im Larvenstadium von Blattläusen und haben rekordverdächtigen Appetit. Man sollte als Mensch nicht nur keine Angst vor ihnen haben, sondern ihnen in Garten und Feld eine Chance lassen, indem man auf Spritzmittel verzichtet.

 

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