BUND-Kreisgruppe Essen

Bucheckernkrokant

Die Buchen fruchten gerade in unglaublichem Ausmaß, was durch ein sogenanntes Mastjahr erklärbar ist. Allerdings haben die Buchen auch im letzten Jahr viele Früchte getragen, was leider nicht unbedingt eine gute Nachricht ist. Denn Bäume setzen unter physiologischem Stress (z.B. wie die Dürre der letzten beiden Jahre und der Wassermangel in diesem Jahr) besonders viele Früchte an, stecken all ihre Kräfte in die Produktion von Nachkommen, da die Chancen für die ausgewachsenen Individuen schlecht stehen.

Von der Überfülle kann man durchaus etwas nutzen - aber nicht zu viel roh essen, denn Bucheckern enthalten Blausäure in kleinen Mengen. Beim Erhitzen wird das Gift zerstört- wobei man vom Bucheckernkrokant schon nicht so viel essen wird, weil das Schälen und Putzen der Kerne eine Heidenarbeit und die Herstellung des Krokant durchaus eine Herausforderung ist: man schafft höchstens eine Handvoll in einer Stunde vorzubereiten und beim Erhitzen kann auch einiges schief gehen.

 

Für eine Handvoll Bucheckern (für 1 P):
Schälen und Entfernen der feinen Härchen auf den Kernen.
Die Kerne klein hacken und bereit stellen.
Ein Blech oder einen großen Teller mit Backpapier bedeckt bereit stellen.
In der Pfanne einen Stich Butter erhitzen, 2-3 Esslöffel Zucker darin karamellisieren (Achtung vor dem Verbrennen, Pfanne beim Entstehen des Duftes hochheben!), dann die Bucheckernstückchen drunter rühren. Evtl. wieder auf die Platte stellen, manchmal reicht auch die Nachhitze. Das feine Bucheckernöl ist bei meinem Krokant ausgetreten und hat sich nicht mehr mit dem karamellisierten Zucker vermischt, weil dieser wohl zu rasch abgekühlt ist.

Dann schnell mit einem Löffel kleine Portionen auf dem Backpapier verteilen und abkühlen lassen. Achtung auch beim Probieren / Löffel ablecken, die Masse ist extrem heiß!

Fertig ist der recht lange haltbare Krokant, der aber so gut schmeckt, dass er selten lange herumsteht.

 

 

Guten Appetit!

 

 

Nachtrag für Leute, die Zugang zu einer Presse haben:

Bucheckernöl ist etwas sehr Feines, das man presst, in Flaschen füllt und dann 2 Wochen stehen lässt. In der Zeit setzt sich die Blausäure als klare bläuliche Flüssigkeit vom Öl ab. Die Blausäure lässt sich vorsichtig abschütten, sodass man reines Bucheckernöl erhält, das man unbedenklich auch ohne Erhitzen verwenden kann.

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