Sommerlich-leichte Caponata

Sommerlich-leichte Caponata

Dieses sizilianische Gericht ist eines meiner veganen Lieblingsrezepte und besticht durch die unerwartete aber sehr feine Kombination von Aromen. Das Experiment lohnt sich, gerade für jene, die normalerweise weder Kapern noch Rosinen im Gemüse mögen.

Dieses Rezept ist für den Koch durchaus anspruchsvoll, dennoch SEHR empfehlenswert. Gegenüber dem Ursprungsrezept ist es von mir dahingehend abgewandelt worden, dass ich stundenlanges Einkochen vermeide: erhält die Vitamine und spart viel Zeit.

Caponata, vegan für 2 Pers.


1 große Aubergine

1 kleine Zwiebel oder 2 Schalotten

½ Stangensellerie (bei großer Gewürzintensität von Bioqualität auch weniger, solche mit fadem Geschmack nicht verwenden; der Geschmack von Bio-Stangensellerie nach EU-Norm mit dem Blatt aus Sternen ist generell viel schwächer als von z.B. solchem von Demeter; im Winter ist der Sellerie meist zu schwach)

3-4 große sonnengereifte Tomaten oder 15 Cherry-Tomaten (die müssen gutes Aroma haben, im Winter nur Cherry-Tomaten)

1 Essl. Kapern, am besten die unter Essig

1 Essl. Rosinen

1 Essl. Weißweinessig

etwas Olivenöl

mediterrane Gewürze (Rosmarin, Thymian, wenn vorhanden Ysop), Salz, wenig Pfeffer

Mandelblättchen aus Mandeln frisch mit kochendem Wasser überbrüht und abgezogen oder bereits abgezogene aber ganze Mandeln als Grundlage nehmen, keine fertigen Mandelblättchen (!)


Auberginen in 1cm dicke Scheiben schneiden, mindestens 20 min unter Wasser ziehen lassen. Auberginen würfeln, Sellerie, Zwiebeln und Tomaten in kleine Stücke schneiden. Öl im Topf erhitzen, Zwiebeln glasig werden lassen, Gemüse, Rosinen, Gewürze und Essig zugeben und auf kleiner Flamme ca. 30 min (bis die Selleriestücke einigermaßen gar sind) garen, dabei öfter umrühren. Kapern zugeben und genau 5 min weiter garen. Die Selleriestücke sollen bissfest bleiben, während die Tomaten zerfließen sollen.

Über den Teller Mandelblättchen geben. Dazu Brot reichen.

Dieses Rezept kommt ohne Wasserzugabe aus! Sein feines Aroma kommt nur dann richtig zur Geltung, wenn die Zutaten von sehr guter Qualität sind, ganz wichtig ist auch guter Essig (den sollte man auch in Bioqualität nehmen).

Guten Appetit wünscht Marie-Rose Joos!